Keine Ahnung

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Beziehungen zerbrechen, die Herausforderungen des Alltags werden zu viel oder man fühlt sich im gängigen System unserer Gesellschaft nicht mehr wohl. Weg vom ständigen Hustle und allen Verpflichtungen. Ab in eine verheißungsvolle Welt voller Freiheiten und Abenteuer. Auf „Keine Ahnung“ besingt die Salzburger Stimmakrobatin Anna Buchegger die Sehnsucht nach der Ungewissheit. Begleitet von einer schwungvollen, zuträglichen Melodie trägt sie uns in die sengende Sonne und klare Luft des Südens. Dort, wo die Welt sich scheinbar langsamer dreht und man endlich die innere Mitte findet.

Doch wo sich Reisende befinden, dort gibt es auch Zurückgebliebene. Beste Freundinnen, die mit einer Mischung aus persönlicher Wehmut und Freude für die andere Person zurückbleiben und mit Tränen in den Augen das Beste wünschen. Die aber auch mahnende Worte mitgeben, dass sich die Probleme von daheim im fernen Ausland nicht von selbst lösen: „Den Rucksock nimmst du üwareu hi mit. Den nimmt da koana oh, owa vielleicht hüft da wer trong.“ Elektronische Sounds umspielen die Mundart, dazwischen grätscht eine Gitarre rein und gibt der Nummer ein artifizielles Alpen-Rock-Flair. „Keine Ahnung“, ob das Glück dieser Welt da draußen liegt. Ob man dortbleibt oder wieder zurückkommt. Wichtig ist, dass man zueinandersteht. Keine Entfernung kann die echte menschliche Nähe nehmen.

Songtext: KEINE AHNUNG

de letzn Woikn schiab da Wind weg
ob jetzt gibt’s nur nu kloare Luft und Sun
auf de letzn Meter gib ma neama auf
ob do påckt und beißt ma nu ois zom

keine Ahnung, wås du wiera suachst
keine Ahnung, ob du des nu findst
keine Ahnung, wie weit du geh muaßt
keine Ahnung, ob du wierakimmst

de Woikn weggschom und a freie Sicht
owa då san immer Foitn auf da Stirn
den Rucksåck nimmst du üwareu hi mit
den nimmt da koana oh
owa vielleicht hüft da wird trong

keine Ahnung, wås du wiera suachst
keine Ahnung, ob du des nu findst
keine Ahnung, wie weit du geh muaßt
keine Ahnung, ob du wiera kimmst
bitte geh nit
nimm mi mit

die letzten Wolken schiebt der Wind weg
ab jetzt gibt‘s nur noch klare Luft und Sonne
auf den letzten Metern gibt man nicht mehr auf
ab da packt und beißt man noch alles zusammen

keine Ahnung, was du wieder suchst
keine Ahnung, ob du das noch findest
keine Ahnung, wie weit du gehen musst
keine Ahnung, ob du wiederkommst

die Wolken weggeschoben und freie Sicht
aber da sind immer Falten auf deiner Stirn
den Rucksack nimmst du überall hin mit
den nimmt dir niemand ab
aber vielleicht hilft dir jemand tragen

keine Ahnung, was du wieder suchst
keine Ahnung, ob du das noch findest
keine Ahnung, wie weit du gehen musst
keine Ahnung, ob du wiederkommst
bitte geh‘ nicht
nimm mich mit