Zwischen de Joah

Mit „Zwischen de Joah“ fängt Anna Buchegger jene seltenen Tage ein, in denen der Alltag für einen Moment stillsteht. Zwischen Weihnachten und Neujahr entsteht eine eigentümliche Ruhe, ein Zwischenraum, in dem der gewohnte Druck aus Terminen und Erwartungen plötzlich verschwindet.
Der Song erzählt von dieser überraschenden Entschleunigung – davon, wie befreiend es sein kann, wenn niemand etwas von einem will und wie viel Raum sichtbar wird, sobald die Welt kurz langsamer wird. „Zwischen de Joah“ ist ein leises Versprechen von Neuanfang, eine Hommage an diese kostbare Stille – und der Wunsch, ein wenig mehr von diesem Zeitvakuum im Jahr zu behalten.
Songtexte – Soiz (Album)

Auf dieser Seite findest du alle offiziellen Songtexte des Albums „Soiz“ von Anna Buchegger – im Originaldialekt und in deutscher Übersetzung. Jede Zeile erzählt von Herkunft, Identität, Verwundbarkeit und Stärke. Die Texte öffnen einen tiefen Blick in Annas musikalische Welt und machen die Themen des Albums unmittelbar erfahrbar.
Soiz (Album)

Das weiße Gold in Salzburg ist ein anderes als jenes in Wien. Es berauscht und illuminiert nicht, fräst sich mit seiner urigen Körnigkeit aber genauso nachhaltig in das Leben ein. Salz ist gleichermaßen Freudenspender wie Foltermethode. Das Salz in der Suppe kann etwas erst so richtig spannend und lohnenswert machen, streut man andererseits aber Salz in offene Wunden, führt das mitunter zu nachhaltigen Verletzungen – physisch und psychisch. „Soiz auf da Haut reibt oide Wunden auf“, singt Anna Buchegger im Titeltrack ihres zweiten Albums. Ein flotter Beat mit Amapiano-Anleihen dient als musikalische Unterlage für diese Ode an das heimische Mineral und seine allumfassende Ambivalenz.
Als ländliche Salzburgerin ging Buchegger schon als Kind in die hiesigen Salzbergwerke, um dort zu rutschen und Abenteuer zu erleben. Das „Soiz“ in seiner Form als Konservierungsmittel dient ihr heute als Metapher für die eigene Liebe zur Konservierung – nämlich jene, den Dialekt zu pflegen, ihn mit verschiedenen Klangformen in Verbindung zu bringen und dabei stets neue Wege einzuschlagen. Um Salz zu gewinnen und abzubauen, braucht es Demut und große Anstrengungen. Werte, die man auch für Authentizität und Offenheit in der Musik benötigt. Werte, die Buchegger nicht nur hier, sondern in ihrer gesamten künstlerischen Karriere ein Anliegen sind. In ihrer Stimme wird das „Soiz“ zum Lebenselixier.
Teppich

Nach ihrem viel beachteten Debütalbum Windschatten – ausgezeichnet mit zwei Amadeus Award-Nominierungen, dem Hubert von Goisern Kulturpreis 2024 und einem ARTE TRACKS-Porträt – veröffentlicht die österreichische Musikerin Anna Buchegger am 13. Juni 2025 ihre neue Single “Maria”. Sie markiert den Auftakt zum zweiten Album “Soiz” (VÖ: 03.10.2025).
Maria ist eine reduzierte, emotional aufgeladene Hommage an “Maria” von Trapp – nicht als Idylle, sondern als ungezähmte Frauenfigur mit Eigensinn und Haltung. Diese künstlerische und politische Linie führt “Soiz” konsequent weiter: mit noch mehr Klarheit, Widerstand und stilistischem Mut. Der Sound ist kantiger, der Ton roher, der Blick kompromisslos.
Buchegger bleibt dem Dialekt als künstlerischem Statement treu und konfrontiert alpenländische Tradition mit Selbstironie und avantgardistischem Wagemut – musikalisch wie visuell. Die Kunstfigur zwischen Clown, Couture und Tracht wird zum Spiegelbild einer Generation, die ihre Wurzeln nicht konserviert, sondern kritisch befragt.
Wos i nit bin

Nach ihrem viel beachteten Debütalbum Windschatten – ausgezeichnet mit zwei Amadeus Award-Nominierungen, dem Hubert von Goisern Kulturpreis 2024 und einem ARTE TRACKS-Porträt – veröffentlicht die österreichische Musikerin Anna Buchegger am 13. Juni 2025 ihre neue Single “Maria”. Sie markiert den Auftakt zum zweiten Album “Soiz” (VÖ: 03.10.2025).
Maria ist eine reduzierte, emotional aufgeladene Hommage an “Maria” von Trapp – nicht als Idylle, sondern als ungezähmte Frauenfigur mit Eigensinn und Haltung. Diese künstlerische und politische Linie führt “Soiz” konsequent weiter: mit noch mehr Klarheit, Widerstand und stilistischem Mut. Der Sound ist kantiger, der Ton roher, der Blick kompromisslos.
Buchegger bleibt dem Dialekt als künstlerischem Statement treu und konfrontiert alpenländische Tradition mit Selbstironie und avantgardistischem Wagemut – musikalisch wie visuell. Die Kunstfigur zwischen Clown, Couture und Tracht wird zum Spiegelbild einer Generation, die ihre Wurzeln nicht konserviert, sondern kritisch befragt.
Maria

Nach ihrem viel beachteten Debütalbum Windschatten – ausgezeichnet mit zwei Amadeus Award-Nominierungen, dem Hubert von Goisern Kulturpreis 2024 und einem ARTE TRACKS-Porträt – veröffentlicht die österreichische Musikerin Anna Buchegger am 13. Juni 2025 ihre neue Single “Maria”. Sie markiert den Auftakt zum zweiten Album “Soiz” (VÖ: 03.10.2025).
Maria ist eine reduzierte, emotional aufgeladene Hommage an “Maria” von Trapp – nicht als Idylle, sondern als ungezähmte Frauenfigur mit Eigensinn und Haltung. Diese künstlerische und politische Linie führt “Soiz” konsequent weiter: mit noch mehr Klarheit, Widerstand und stilistischem Mut. Der Sound ist kantiger, der Ton roher, der Blick kompromisslos.
Buchegger bleibt dem Dialekt als künstlerischem Statement treu und konfrontiert alpenländische Tradition mit Selbstironie und avantgardistischem Wagemut – musikalisch wie visuell. Die Kunstfigur zwischen Clown, Couture und Tracht wird zum Spiegelbild einer Generation, die ihre Wurzeln nicht konserviert, sondern kritisch befragt.
Windschatten (Album)

Mystisch anmutende Sounds vermischen sich mit weichen, elektronischen Beats und Bucheggers markantem Gesang, der bewusst im breiten Dialekt der Salzburger Mundart vorgetragen wird. Sie erzählt in zwölf Kapiteln von ihrem Aufwachsen und Reifen im heimatlichen Innergebirg und verbindet in den Texten die unterschiedlichen Lebensphilosophien zwischen Provinz und Stadt. Es geht um das Aufbrechen von Vorurteilen, das Einreißen von unsichtbaren Grenzen und um den Wunsch, gängige Stereotype zu widerlegen, um ein kulturelles und menschliches Miteinander zu proklamieren. Der nachdenkliche Opener „Fisch“ behandelt das allumfassende Thema Pflege aus der familiären Perspektive und zäumt das Thema von ungewöhnlichen Seiten auf. Wo bleiben Dank und Anerkennung für die Tanten, Cousinen und Großmütter, auf deren Schultern schwere Lasten liegen? Und ist es in Ordnung, insgeheim auf den Tod zu hoffen, weil der Geist die darbende menschliche Hülle des Sterbenden längst verlassen hat?
Buchegger stellt sich existenziellen Fragen und aktuellen Themen, die sie aus eigenen Beobachtungen und Erlebnissen schnitzt, um sie der breiten Allgemeinheit näherzubringen. In „Kim vorbei“ jodelt die Künstlerin zu psychedelischen Vibes, bei „Sches Lem“ wagt sie ein finales Crescendo mit Punk-Appeal, im Titelsong „Windschatten“ ziehen liturgisch anmutende Klänge einen sanften elektronischen Mantel über den Korpus des Liedes: „I wü all deine Narben und deine Kanten segn, i möcht mei Hand auf deine Falten legen. I möcht deine schiachsten Gsichter segn, i möcht mi in dein Windschatten stellen“. Die Salzburgerin plädiert bewusst für die unbequemen Seiten in menschlichen Beziehungen. „Man versucht im Leben immer die Schokoladenseite zu zeigen und hat dadurch im Leben oft viele Vorteile. Die spannenden Geschichten stecken aber woanders. Man findet sie in den hässlichen Seiten, die jeder so gut wie möglich zu verstecken versucht. Es braucht sehr viel Überwindung, die eigenen hässlichen Seiten zu zeigen und dazu zu stehen.“
Mit einer spielerischen Selbstverständlichkeit pflügt Buchegger durch die Natur und Kultur ihrer Heimat Abtenau. So geht der Song „Lackschuh“ mit einer düsteren Melodie auf die schroffe Körperlichkeit des rauen Alltags im Tennengau ein. Schwielen an den Händen, gerissene Haut, Arbeit am Land. Ein Bild, das auch „Deine Händ“ vermittelt, in dem die Künstlerin das Jodel-Element mit einer futuristischen Kate-Bush-Ästhetik vermengt und ihrem Vater ein lyrisches Denkmal baut. „Zvü“ erzählt von schrecklichen Erfahrungen und oberflächlichen Bewertungen des Patriarchats, mit denen sich Frauen im Kulturbereich noch immer auseinandersetzen müssen. Der mit markant in den Vordergrund gehobener Gesangsstimme präsentierte, sehr intime Song „Zaun“ dreht sich um beeinträchtigte Kinder und der Tatsache, mit wie wenig Empathie und Geduld die Gesellschaft auf sie reagiert. Eine Geschichtsstunde, die aufwühlt und zum Nachdenken anregt.
Buchegger bearbeitet auf „Windschatten“ bewusst die kantigeren, ungemütlichen Themen, die in der Öffentlichkeit gerne unter den Teppich gekehrt werden. Sie nimmt sich kein Blatt vor den Mund und gräbt tief in jene Bereiche, die man im Alltag gerne ausblendet und beiseiteschiebt. Das kurze, aber umso prägnantere „Vaterland“ stellt besonders ungemütliche Charaktereigenschaften in den Vordergrund. Es ist keine Abrechnung mit der Heimat, sondern eine profunde und gut argumentierte Kritik am missbräuchlichen Alkoholverhalten, an ungesund-patriotischen Gruppendynamiken und an der Scheinmoral im tief verankerten, nicht hinterfragten Katholizismus. „Unser Vaterland kniet vorm Altar, foit die Händ und mocht si kloa, des musst im Vaterland so toa“. Für die Taten in unserem Leben sind wir selbst verantwortlich: „Es gibt kan Gott, der dir dei Schuld nimmt“. Selbstverantwortung, Lokalkolorit und Emanzipation mit Salzburger Jodelkunst, alpenländischem Hackbrett und einer neuen, inklusiven Volkskultur – das macht „Windschatten“ zu einem ganz neuen Kapitel in der heimischen Musiklandschaft. Ein Kapitel, das gerne den schwierigen Weg geht.
Songtexte – Windschatten (Album)

Auf dieser Seite findest du alle offiziellen Songtexte des Albums „Windschatten“ von Anna Buchegger – im Originaldialekt und in deutscher Übersetzung. Die Texte erzählen in zwölf Kapiteln (+ Intro) von Herkunft, Reife, Verwundbarkeit und den Gegensätzen zwischen Provinz und Stadt. Es geht um Vorurteile, unsichtbare Grenzen und die oft unbequemen Seiten menschlicher Beziehungen. „Windschatten“ verbindet poetische Mundart mit persönlicher Reflexion und öffnet eine Welt, in der Sprache, Identität und Emotionen eng miteinander verwoben sind.
Vaterland

„Vaterland“ ist die unzensierte Kritik am Patriotismus, an zu wenig aufgearbeiteter Geschichte und dem Festhalten an veralteten Strukturen. Am übermäßigen Alkoholkonsum, der unter dem Deckmantel österreichischer Kultur oder liturgischer Festlichkeiten gerechtfertigt wird. Ich hoffe sehr, dass „Vaterland“, das ist, was sich viele bereits gedacht haben, es aber noch nie ausgesprochen haben. Ich bin nicht stolz darauf, in diesem Land, an diesem Ort geboren worden zu sein. Das ist ein Glück. Das Sozialsystem, die Natur, die Kultur, die Sicherheit, die Bildungsmöglichkeiten, die (manchmal mehr und manchmal weniger) politische Stabilität sind ein Glück. Für dieses Glück bin ich sehr dankbar und ich weiß es zuschätzen, aber ich habe nichts dazu beige- tragen. Ich bin stolz darauf, für die Gefühle, die der österreichische Patriotismus in mir auslöst, Worte gefunden zu haben. Damit auch andere so ein Glück haben können, sehe ich es als meine Verantwortung dieses „Vaterland“ mitzugestalten. Ich habe mich dafür entschieden, aus dem Inneren mitzugestalten. Als junge, liberale Frau, die mit dieser Volkskultur und dieser Sprache großgeworden ist. Mitten aus diesem „Vaterland“. Ich will ein „Vaterland“ für junge Ideen, gute Klimapolitik, gleiches Recht für alle, fair aufgeteilten Wohlstand und kulturelle Vielfalt.
„Vaterland“ ist mein ganzer Mut und meine größte Angst!
Koana Geht

Die aufstrebende Musikerin Anna Buchegger präsentiert mit ihrer neuesten Veröffentlichung „Koana geht“ einen eingängigen Song, der sich mit egozentrischen Konflikten und der Ironie von endlosen Diskussionen auseinandersetzt. Mit einem luftigen Hackbrett-Chorus, einem schwungvollen Groove und einem Text, der fast ausschließlich aus Redewendungen besteht, gelingt es Buchegger, die Komplexität und Absurdität von Konflikten humorvoll zu beleuchten.
„Koana geht“ wirft einen ironischen Blick auf eine Situation, in der das eigene Ego im Weg steht und die Möglichkeit eines Kompromisses unmöglich macht. Die Lyrics verdeutlichen die Sinnlosigkeit der Diskussion und die Tatsache, dass das eigentliche Ziel darin zu liegen scheint, einfach nur zu streiten. Die musikalische Untermalung verstärkt diesen Effekt, indem sie den Eindruck vermittelt, dass die diskutierenden Personen tatsächlich Freude an der endlosen Debatte haben. Der Song ist nicht nur eingängig und mitreißend, sondern regt auch zum Nachdenken über die Natur von Konflikten und die Bedeutung von Kommunikation in zwischenmenschlichen Beziehungen an.